Sola Blog 2020


Montag 13.07.20

Nur noch einmal schlafen...das war einmal! Die Teilnehmer und Leiter des Sola 2020 stehen in den Startlöchern und können es kaum erwarten, Bändeli zu knüpfen, am Lagerfeuer Lieder zu singen und wieder einmal garstigen Lagertee zu trinken. Wir treffen und am Seeplatz in Wädenswil, von wo wir dann per Car in das magische Ägyptenreich nach Meiringen chauffiert werden. Die Pharaonin in spe, Kleopatra, erwartet unsere Aufwartung bei ihrer Krönungszeremonie und nimmt uns freudig in Empfang. Am Abend überreichen ihr nämlich, wie es Sitte ist in Altägypten, die obersten Priestern feierlich die heiligsten Reliquien und damit die Macht über das Grossreich. Nach einer stattlichen Feier verwöhnt uns die Küche mit einem leckeren Snack. Nur eine Geschichte überschattet die Feierlichkeiten. Der verstorbene Herrscher über Ägypten, Antipofis, hat durch seine strenge und unfaire Herrschaft das Volk gegen sich aufgebracht. Nun liegt es an Kleopatra, die Wogen zu glätten und nach dem Bespiel von Akmen-Rah, dem fairen und gütigen Herrscher vor der Zeit von Antipofis, Gerechtigkeit und Fairness  zu vertreten. Wir sind gespannt auf die ersten Aufgaben von der neuen Pharaonin und freuen uns auf den nächsten Tag. 

Dienstag 14.07.20 bis Donnerstag 16.07.20

Wir wachen am Dienstag auf und nehmen vor der grossen Pyramide den ersten Auftrag der Königin entgegen. Um unsere Loyalität gegenüber ihrer Herrschaft zu beweisen schickt sie jede einzelne Gruppe auf eine dreitägige Reise, auf der wir verschiedene Aufgaben erfüllen müssen. Doch die Aufgaben sind unverständlich und die Teilnehmer und Leiter zu wenig motiviert, kurz, keine Aufgabe wird effektiv erfüllt. Nach unserer Rückkehr auf dem Lagerplatz erwartet uns die Königin und möchte wissen, ob die Aufgaben gemäss Auftrag ausgeführt wurden. Leider wird sie bitter enttäuscht. Keine einzige Gruppe ist den Wünschen der Pharaonin nachgekommen und es bricht ein wüster Streit aus. Von allen Seiten hagelt es Vorwürfe, die Meute ist aufgebracht. Auch die Königin ist wütend und verlangt nach einer Erklärung. Plötzlich rumpelt die Pyramide, die Sargnägel quietschen und aus dem Dunkel der Grabstätte, erweckt durch die schlechte Stimmung und miese Laune der Lagerteilnehmer, tritt Antipofis ins Licht. Kleopatra ist baff und auch wir können unseren Augen nicht trauen. Der böse Pharao der Vorzeit richtet sich an Kleopatra und verlangt ihren Thron und die Herrschaft über Ägypten. Er sei der rechtmässige Vertreter der Götter auf der Erde, wir sollen uns seinem Willen beugen. Da uns die Pharaonin von seiner Grausamkeit gewarnt hat, versperren wir ihm den Zugang zum Thron und jagen ihn davon. Wütend verflucht uns der Auferstandene und wünscht uns tausend Plagen, bevor er sich verzieht. Um uns von dem Schrecken zu erholen und die bösen Geister zu vertreiben, singen wir am Lagerfeuer und gehen dann schlafen. 

Freitag 17.07.20

Am Freitag wurden wir früh geweckt. Um die Gunst der Königin zurückzuerlangen, haben wir entschieden, den Lagerplatz zu verschönern. Ganz nach ägyptischer Tradition haben wir neben der bestehenden Pyramide zu Ehren von Kleopatra eine Sphynx aus Holz gebaut. Auch der Aussichtsturm mit inkludierter Sonnenterasse durfte natürlich nicht fehlen. Kleopatra war begeistert und der Platz kann sich nun wirklich sehen lassen. Nach einem leckeren Zmittag haben wir dann alle kleineren Bastlereien erledigt, Schuhgestelle gezimmert und Vorzelte gebaut, damit unsere Schuhe über Nacht trocken bleiben. Nach einer volverdienten Siesta und einem wiederum wahnsinnig guten Risotto aus der hauseigenen Küche gab es ein Völkerballgame. Kurz nach Ende des Spiels wurden wir von den bereits bekannten Priestern aufgesucht. Nach der Auferstehung des totgeglaubten Pharaos Antipofis herscht Tumult in Agypten. Die Priester haben Angst, dass der unbeliebte Pharao wieder die Macht an sich reisst und die neue Pharaonin vom Thron stösst. Sie suchen nun Unterstützung und möchten zu diesem Zweck einen verstorbenen Helden auferstehen lassen. Doch während der Zeremonie wurden wir von Antipofis und seinen Schergen gestört. Während die älteren Gruppen die Mumienarmee abwehrten, unterstützen die jüngeren die Priester bei ihrem Ritual. Und kurz nachdem der letzte Zauberspruch ausgesprochen wurde, öffnete sich der Sarg und wir zogen uns zusammen mit dem verwirrten Auferstandenen zurück ins Esszelt. Nachdem der vermeindliche Retter wieder zu Kräften gekommen ist, stellte sich heraus, dass es sich nicht um den erwarteten Krieger handelte, sondern nur um einen gewöhnlichen Bauer. 

Samstag, 18.07.20

Am Samstagmorgen hat uns der Bauer erklärt, dass es sich bei seiner Auferstehung um ein Missverständnis handelt und er uns leider nicht gross helfen kann im Kampf gegen Antipofis. Jedoch ist ihm aufgefallen, dass im ganzen Umfeld das Korn fault und die Ernte ungeniessbar macht. Auch das Essen der Küche geht langsam zur Neige. Wir haben beschlossen, Vorräte anzulegen und Kornspeicher zu bauen. So konnten wir der Hungersnot entgegenwirken. Nach dem Schlammgame am Nachmittag und einem feinen Znacht haben wir ein Toto X gemacht. Nach dem Spiel haben wir uns vom Bauern verabschiedet und die drei Priester haben ihn wieder beigesetzt. 

Sonntag, 19.07.20

Am Sonntagmorgen ist uns aufgefallen, dass die Leiter extrem übermüdet sind. Ständig sind während dem Zmorge wieder Leiter auf den Tischen oder Bänken eingeschlafen und konnten sich nicht dagegen wehren. Damit wir wieder fit werden, hat Kleopatra entschieden, dass wir jemanden Weiteres auferstehen lassen. Nach erfolgreicher Zeremonie entstieg dem Grab eine verstorbene Spitzensportlerin. Sie hatte bereits einen Plan und gemeinsam haben wir einen Morgenmuffellauf gemacht. Fitness, Zähneputzen und Agyptendance später waren alle wieder einigermassen auf dem Damm. Am Nachmittag haben sich Blauring und Jungwacht aufgeteilt. Beide Gruppen haben sich in verschiedenen Spielen gemessen und nach intensiven zwei Stunden gabs dann die wohlverdiente Abkühlung im nahegelegenen Flüsschen. Für das Abendprogramm hat jede Gruppe den Auftrag erhalten, einen Sketch einzustudieren, um dann vor versammelter Schar aufzuführen. Nach einigen sehr witzigen Aufführungen und einem leckeren Dessert gingen wir schlafen.

Montag, 20.07.20

Als wir, die Loras (älteste Gruppe), am frühen Morgen aufgewacht sind, bemerkten wir schnell, dass alle Leiter verschwunden waren. Sie hatten uns jedoch einen kurzen Brief hinterlassen, in dem sie erklärten, sie seien dabei, eine neue Plage zu bekämpfen. Deshalb übernahmen wir kurzerhand die Tagesleitung.
Motiviert stellten wir uns der ersten Aufgabe und weckten die Kinder auf. Nach einem leckeren Frühstück ging es weiter mit einem Challenge-Morgen. Die Kinder traten in Gruppen gegeneinander an und lösten verschiedene Aufgaben. Dabei beantworteten sie unter anderem  Schätzfragen, rannten ums Volleyballfeld und versuchten den Handstand möglichst lange zu halten. Hungrig und voller Vorfreude auf die Fajitas versammelten sich alle nach einer kurzen Pause im Esszelt. Nach dem Essen erledigten die Kinder ihre Ämtli und ruhten sich während der darauffolgenden Siesta aus.
Trotz der Hitze hatten alle beim anschliessenden Riesenleiterlispiel viel Spass. Durch sportliche Challenges, die sie sich mit Höger kaufen konnten und dann in ihren Gruppen lösen mussten, konnten die Kinder je nach Aufgabe einige Züge auf dem Spielfeld ziehen. Gewonnen hat die Gruppe, die als erstes im Ziel angekommen ist. Nach einem gemütlichen Spaghetti-Plausch ging es dann beim nächsten Gong mit Wanderschuhen, warmen Kleidern und einer Taschenlampe im Esszelt weiter. In Gruppen durften sie einen Postenlauf machen, bei dem sie zu echten Ägyptern ausgebildet wurden. Sie erhielten einen Einblick in die Blachenkunde, lernten einige Knöpfe kennen, bauten Menschenpyramiden nach und beantworteten Fragen rund ums Thema Ägypten. Bei jedem Posten erhielten die Gruppen, je nachdem, wie gut sie die Aufgabe gemeistert hatten, Hieroglyphen und deren Bedeutung. Am Ende des Abends konnten sie damit einen Satz übersetzen und in die richtige Reihenfolge bringen.
So ging ein langer, anstrengender X-Tag zu Ende. Im Esszelt erzählten wir, die Loras, uns gegenseitig von den individuellen Erlebnissen und Eindrücken. Im Grossen und Ganzen war es ein lehrreicher und spannender Tag, den wir nie vergessen werden.

 

xoxo Loras

Dienstag, 21.07.20

Die Leiter sind am Dienstag wieder zurück und wissen nicht genau was ihnen passiert ist. Sie haben ein Blackout. Die Pharaonin möchte keine Zeit verlieren und möchte gleich am Dienstagmorgen versuchen den Pharao wiederauferstehen lassen. Diesmal entscheidet sie sich für ein Massengrab. Wir wecken eine Gruppe von Künstlern und Musikanten auf. Diese verbringen mit uns den Interessentag und bringen uns ihre Kulturen und Tätigkeiten näher. Es hat eine Person in dieser Künstlergruppe, die nicht reinpasst. Sie ist anders angezogen und kann ihr Instrument nicht richtig spielen. Es wirkt, als gäbe sie vor dazuzugehören. Wir behalten sie ab dem Mittag im Auge. Sie verhält sich jedoch grösstenteils unauffällig. Am Abend nach dem Game kommt die Künstlergruppe und spielt uns ein Lied vor. Uns fällt auf, dass jemand fehlt. Diese auffällige Person ist nicht mehr dabei. Wir schauen uns um und sehen, wie jemand mit einer Fackel den Hang hinaufgeht. Wir folgen ihr und kommen zum bösen Pharao. Diese Person war ein Spitzel. Wir kämpfen gegen den bösen Pharao und dessen Mumienarmee, verlieren jedoch, da der Spitzel gute Arbeit geleistet hat und uns austricksen konnte, sodass der böse Pharao die Überhand hat. Enttäuscht über unsere Niederlage gehen wir zurück und schlafen ein.